CUNARD.STORIES
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Von Irland in die ganze Welt!

Ein waschechter und stolzer Ire: Tomás Connery ist seit zwei Jahren Kapitän auf der Queen Victoria. Der 41-Jährige mit den ozean­blauen Augen liebt beides: herausfordernde Routen wie jene rund ums Kap Hoorn ebenso wie den majestätischen Auftritt seiner „Vicky“ in der Hansestadt.

Ob es wirklich gelingt, kleine Kinder auf ihre späteren Leidenschaften zu prägen? Bei Tomás Connery drängt sich der Verdacht zumindest auf. Der kleine Rotschopf war gerade mal ein paar Wochen alt, als seine Eltern ihn mit aufs Segelboot der Familie nahmen und das sanfte Schaukeln des Schiffs sich vielleicht tief in seinem Unterbewusstsein festsetzte. Von seiner Heimatstadt Waterford ganz im Süden Irlands ist es über den Fluss Suir nur ein kurzer Weg zum offenen Atlantik, und so verbrachten die Connerys viel Zeit auf dem Wasser. „Ich war wohl sechs oder sieben Jahre alt, als einmal die legendäre Queen Elizabeth 2 vor Dunmore East ankerte, nur ein paar Kilometer von zu Hause entfernt. Den Anblick dieses majestätischen Ocean Liners werde ich nie vergessen“, erzählt Tomás Connery. 

Ein paar Jahre später heuerte er zunächst als Kadett bei einer Frachtreederei an und bewarb sich dann schließlich auf eine Stellenanzeige bei Cunard. So kam er tatsächlich auf die Queen Elizabeth 2, dem Schiff seiner Kindheitsträume. Als dritter Offizier war er an Bord, als die Queen Mary 2 erstmals Hamburg besuchte. „Dieser begeisterte Empfang durch die vielen Tausend Menschen hat mich unheimlich beeindruckt“, erinnert er sich. Bis heute wird ihm immer wieder warm ums Herz, wenn er von der Brücke aus die Hansestadt erblickt. 

Inzwischen ist Tomás Connery neben Andrew James Hall einer der beiden Kapitäne auf der Queen Victoria – und liebt sowohl das Schiff selbst als auch die Routen. „Ich mag diesen Art-déco-Stil, natürlich den Afternoon-Tea und den herausragenden White Star Service.“ Die Begrüßung der Gäste durch die Bell Boys, die kleinen Aufmerksamkeiten der Crew, die persönliche Ansprache –all dies mache „seine“ Queen Victoria zu etwas ganz Besonderem. Der Kapitän schätzt auch den engen Austausch mit Hotel General Manager James Cusick sehr. Es hat schon gute Tradition, dass die beiden Landsmänner sich auf einen Kaffee im Commodore Club oder im Chart Room zur „Lagebesprechung“ treffen.

Davon abgesehen aber liebt Tomás Connery vor allem seinen Job auf der Brücke. Die Queen Victoria sei hervorragend zu navigieren, schwärmt ihr Kapitän. Umso schöner für ihn, dass anspruchsvolle Passagen wie zuletzt rund um das Kap Hoorn und durch die Fjorde Patagoniens auf ihrer Route liegen. Die Landschaft dort begeistert ihn sehr, ebenso wie in Norwegen. „Dorthin würde ich mit meiner Familie gern einmal privat verreisen, am liebsten im Mai, wenn die Wasserfälle besonders aktiv sind und noch Schnee auf den Bergen liegt. Kennen Sie das Dorf Flåm? Wirklich schön dort, und die Lage am Ende des Aurlandsfjords ist spektakulär!“

Ein bisschen warten wird er mit einer solchen Familienreise aber wohl noch und die Auszeiten, die er jeweils im Anschluss an zwölf Wochen auf See hat, lieber zu Hause in Dublin verbringen. Die beiden Söhne sind noch klein, der Große ist zwei Jahre alt, der Kleine im Oktober 2019 geboren. Andererseits, um an die Eingangsthese zu erinnern: Vielleicht wäre es gar nicht schlecht, den Grundstock für spätere Leidenschaften auch bei seinen Kindern schon sehr früh zu legen ...

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