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Brückenschlag nach Brooklyn

Fünf Tipps für den New Yorker Stadtbezirk jenseits des East Rivers

„Halt, nicht doch hier schon umkehren!“ möchte man all denjenigen New York-Besuchern zurufen, die die legendäre Brooklyn Bridge nur überqueren, um einmal den Blick von der anderen Seite auf Manhattan zu genießen, das obligatorische Erinnerungsfoto machen – und dann gleich wieder den Rückweg antreten. Sie verpassen auf diese Weise eine ganze Menge! Deshalb hier ein Plädoyer für den Seitenwechsel über den East River und eine Entdeckungstour durch Brooklyn.

Tipp Nr. 1
Da steht erst einmal die Brückenquerung an, die man am allerbesten zu Fuß oder aber, wie viele Berufspendler, mit dem Fahrrad bewältigt. Ein Stockwerk oberhalb der Ebene für Kraftfahrzeuge kann man die gut 1.800 Meter lange Strecke entspannt bewältigen. Wichtig: Die Lanes für Biker als Fußgänger unbedingt frei halten. Die Hängebrücke, die bis heute eines der Wahrzeichen New Yorks ist, galt bei ihrer Eröffnung 1883 als architektonisches Meisterwerk. Sie wurde, anders als damals üblich, nicht mit Eisen, sondern mit Stahlseilen gebaut. Nur deshalb kann sie der heutigen Belastung von rund 120.000 Fahrzeugen täglich standhalten. 

Tipp Nr. 2
Den ersten Fuß auf Brooklyns Boden setzt man in den Brooklyn Bridge Park, der zum Entspannen, Sehen und Gesehenwerden sowie zum Genießen einlädt: Kleine Kaffeeröstereien, Bäckereien und Hersteller diverser innovativer Snacks to go locken mit duftenden und wohlschmeckenden Angeboten. Kein Weg sollte im Brooklyn Bridge Park an Jane‘s Carousel vorbeiführen. Das fast 100 Jahre alte romantische Fahrgeschäft unterhalb der Brücke zieht nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene in seinen Bann – und ein nettes Fotomotiv ist es außerdem.

Tipp Nr. 3
Wer richtig eintauchen will in die Atmosphäre Williamsburgs, sollte einen Samstag für den Besuch des Smorgasburg Food Market reservieren. Von Frühjahr bis Herbst kann man auf diesem wunderbaren Open-Air-Lebensmittelmarkt an rund 100 Ständen unglaublich viele Leckereien probieren. Ob Muschel oder Burger, Wrap oder Bagel, Eiscreme oder Praline: Alles ist frisch produziert, wird gern mit einem flotten Spruch über den Tresen gereicht, und beim Verputzen an der Waterfront gibt’s den fantastischen Ausblick auf die Skyline von Manhattan noch obendrauf. 

Tipp Nr. 4
Es soll nicht ganz so wuselig zugehen, und der Magen ist auch schon gut gefüllt? Dann ist der Botanic Garden ein unbedingt empfehlenswerter Besuchsort. Im zeitigen Frühjahr gehört ein Spaziergang durch den 21 Hektar großen Park auch für die New Yorker selbst zum Pflichtprogramm, denn dann blühen die japanischen Kirschbäume und bringen auch Menschen, die überhaupt nicht romantisch veranlagt sind, zum Dahinschmelzen. Zu den rund 10.000 verschiedenen Pflanzenarten im botanischen Garten gehören auch unzählige Rosen, die im Sommer mit Gewürzpflanzen und Heilkräutern um die Wette duften. 

Tipp Nr. 5
Unbedingt einen Spaziergang wert ist auch Brooklyns wohlhabender Nordwesten mit den vielen schicken Backsteinhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Empfehlenswert: Über viele Hotels kann man engagierte Guides buchen, die mit kleinen Gruppen durch Brooklyn schlendern, spannende Spots abseits der bekannten Touristenpunkte zeigen und als waschechte und stolze New Yorker die besten Werbeträger mit viel Persönlichkeit sind.