CUNARD.STORIES
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Ein Herz für Hunde ...

und natürlich auch für Katzen hat Heiko Lorenz! Er ist als Administration Manager an Bord der Queen Mary 2 viel mit Papierkram beschäftigt. Die Stippvisiten auf Deck 12 bei seinen vierbeinigen Passagieren sind deshalb eine willkommene Abwechslung.

Darwin hält seine feuchte Nase in die frische Seeluft. Schnuppert der Kurzhaar-Pointer vielleicht tatsächlich schon einen Hauch von Hamburg-Aroma? Fast hat er sie geschafft, seine erste Atlantik-Überquerung. Sein Herrchen Russ Glenn ist stolz auf ihn. „Dem geht’s hier richtig gut“, berichtet der Amerikaner, der mit seiner Frau, dem zweijährigen Sohn und dem Hund von den USA nach München auswandert. „Wir haben ihn aus dem Tierheim und wollten ihm die Flugstrapazen nicht antun.“ Heiko Lorenz streichelt dem Rüden über den Kopf und lächelt. „Diesen Grund höre ich häufiger“, erzählt er, „und das kann ich auch sehr gut nachvollziehen.“ Immerhin verbringen die Tiere durchaus luxuriöse Tage auf See, anstelle im Frachtraum eines Flugzeugs angstvolle Stunden durchzustehen. Ein eigener, ruhiger Bereich an Bord mit Auslaufmöglichkeit, gutem Futter, professioneller Betreuung und regelmäßigen Besuchen der vertrauten Personen ist für reisende Vierbeiner auf der Transatlantik-Passage reserviert. Gegen eventuelle Seekrankheit gibt’s Tabletten.

Als Administration Manager ist Heiko Lorenz für alles, was an und von Bord geht, zuständig: Menschen, Tiere, Gepäck, Wasser, Abfall ... „Manche denken, mein Job sei langweilig. Aber ich finde das total spannend“, schwärmt der 27-Jährige. „Ich koordiniere die Ein- und Ausreisekontrollen, das Zollgeschäft, ich treffe mich mit den Behörden, gehe sämtliche Papiere durch. Es gibt eine unglaubliche Menge an Vorschriften.“ Bei Gästen und Crew-Mitgliedern aus aller Herren Länder und so vielen Reisezielen überall auf der Welt ist es nicht leicht, immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Genau das macht Heiko Lorenz Spaß. „Ich muss jedes Detail im Auge behalten, sonst kann es kompliziert und teuer werden.“ Die Turnaround-Tage in New York und Hamburg seien schon eine besondere Herausforderung. „Da komme ich so gut wie nie raus – die weiteste Entfernung vom Schiff, die ich schaffe, ist das Terminal.“

Aber eigentlich will er auch gar nicht weg von „seiner“ Queen Mary 2. Gut sechs Jahre ist es her, dass der junge Namibier, dessen deutsche Großeltern damals in den Süden Afrikas auswanderten, mit einem Katamaran vor der Küste Kapstadts unterwegs war. „Da kam gerade dieses wunderbare Schiff, und in dem Moment wusste ich: Dort will ich arbeiten!“ Sein Hotelmanagement-Studium kam ihm zugute, kurz darauf hatte er den ersten Vertrag von Cunard in der Tasche – zwar vorerst als Junior Waiter auf der Queen Elizabeth, aber seinem großen Ziel schon ein gutes Stück näher. Die ersten Schritte auf der Queen Mary 2 erfolgten dann als Rezeptionist; inzwischen ist der Administration Manager ein richtig leidenschaftlicher Perfektionist rund um Formulare und Atteste, Stempel und Pässe, Aufkleber und Unterschriften. 

„Ich bin immer sechs Monate an Bord und anschließend zwei Monate zu Hause auf der Farm meiner Eltern“, erzählt Heiko Lorenz. Dort, in Swakopmund an der Küste Namibias westlich von Windhoek, sei es zwar auch sehr schön, „aber wenn ich ehrlich bin, habe ich nach einer Woche schon wieder Sehnsucht nach dem Schiff.“ Die Hunde und Katzen sowie ihre Besitzer dürften daran nicht unmaßgeblichen Anteil haben. „Man schließt jedes Tier einfach schnell ins Herz“, sagt Heiko Lorenz und erzählt von einer Dame, die regelmäßig ihre beiden Pudel mitnimmt, wenn sie von New York nach England oder zurück reist, und immer beruhigt ist, ihre Tiere unter der Regie von Heiko Lorenz in besten Händen zu wissen. Kürzlich sei sie wieder an Bord gewesen, diesmal mit drei Hunden. Und wie hat sie wohl Pudel Nummer drei getauft? Natürlich: Heiko! 

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