CUNARD.STORIES
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Für Marcus Pickering ging 2017 ein Traum in Erfüllung: Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Matt Gammell durfte er für Cunard in seiner Summerhall Distillery in Edinburgh drei Gins entwickeln. Sie repräsentieren seither die drei aktuellen Königinnen der Meere mit Botanicals, die zu den jeweiligen klassischen Routen passen – ein wirkliches Herzensprojekt von Marcus, dessen Großonkel von 1909 bis 1944 als Kapitän der Cunard White Star Liner zur See fuhr und 1936 auf der Brücke des legendären Transatlantik-Linienschiffs Queen Mary stand. 

Es sind Geschichten wie diese, die Petar Blagoev, Bar Supervisor auf der Queen Victoria, besonders gern erzählt. Die Gäste sollen, wenn sie möchten, natürlich einfach ganz entspannt einen exzellenten Drink genießen können. Aber das spannende Extra sieht der Experte in den kleinen Anekdoten, die hinter vielen der Angebote stehen. „Wir haben um die 45 verschiedene Gins an Bord und auch sehr viele Tonics. Ich finde es super, dass unsere Gäste sich ihre ganz persönliche Lieblingsmischung zusammenstellen können.“ Herausfinden, was perfekt zueinander passt, kann man am besten unter fachkundiger Regie zum Beispiel bei den Gin-Tastings an den Seetagen. 

Oder man vertieft sich entspannt in die Cocktail-Karte im Commodore Club. Hier werden zu Ehren ehemaliger, zum Ritter geschlagener Cunard-Commodores sieben Signature Drinks angeboten. Wie etwa „Punch Romaine à la Carpathia“, eine wunderbare Komposition aus Eierlikör, Limoncello, Sahne, Sherry, Limettensaft und Hibiskus. Dieser Drink ist Commodore Sir Arthur Rostron gewidmet. Seinem umsichtigen und energischen Einsatz im April 1912 als Kapitän der Carpathia ist es zu verdanken, dass 705 Überlebende der Titanic-Katastrophe gerettet werden konnten. Der Punch Romaine war Berichten zufolge der letzte Drink, der auf der Titanic serviert wurde. Wer seine Neuinterpretation heute in einem der bequemen Sessel des Commodore Clubs genießt, erfreut sich eines faszinierenden Drinks, der durchaus auch ein Dessert ersetzen kann, und denkt vielleicht zugleich für einen Moment mit Hochachtung an einen Mann zurück, der damals in einer dramatischen Nacht noch so viel mehr Leid verhindert hat.

Seit 2005 steht Petar Blagoev in Cunard-Diensten, nach Stationen auf der Queen Mary 2 und der Queen Elizabeth ist er nun auf der Queen Victoria angekommen. „Das ist mein Schiff!“, schwärmt der Bulgare. „Die familiäre Atmosphäre hier ist großartig.“ Und er ist stolz, dass sein Team in den verschiedenen Bars sehr viel Aufmerksamkeit auf Details legt. „Einen guten Drink genießt man erst so richtig in einem guten Ambiente. Das stilvolle Shaken gehört natürlich dazu. Nichts ist vorgefertigt, alles wird frisch zubereitet. Und auch bei den Snacks, die wir dazu reichen, kommt nur Hochwertiges in die Schalen“, erzählt der 46-Jährige.